Zahnpflege, Tipps vom Dental-Labor Hans Fuhr
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Zahnpflege

Zahnpflege, Zahnbürsten

© Initiative Prodente

 

Grundsätzlich ist natürlich der Zahnarzt Ihres Vertrauens Ihr Ansprechpartner wenn es um Ihre Zahnpflege geht; dennoch geben wir hier einige Tipps zu einer zeitgemäßen Zahnpflege:

Eins sollten Sie beim Zähneputzen nicht machen: das sogenannte horizontale Schrubben, d.h. die Zahnbürste waagerecht mit großen Bewegungen über die Zähne führen.

 

  • Erstens putzt man mit dieser Technik nicht sehr gründlich.
  • Zweitens gibt es Leute, die sich dadurch regelrechte Dellen in den Zahnhals fräsen.
  • Drittens verletzt diese Methode das Zahnfleisch, das kann soweit gehen, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht und die Zahnhälse frei liegen.

 

Ansonsten gibt es viele Techniken, die man benutzen kann. Zahnärzte empfehlen die sogenannte Bass-Technik: Dabei setzt man das Borstenfeld in einem Winkel von 45 Grad an den Zahnfleischrand und rüttelt dann mit kurzen horizontalen Bewegungen . Anschließend kann man mit der Zahnbürste noch vom Zahnfleischrand weg die Seitenfläche auswischen. So geht man Zahn für Zahn vor.

 

Einige bewegen die Zahnbürste auf und ab, andere machen kreisende Bewegungen. Ob Sie damit die Zähne gut reinigen, kann Ihnen Ihr Zahnarzt sagen. Besonders gründlich sollte man immer an den Stellen sein, ab denen man die Zahnbürste umsetzt – dort schludert man am schnellsten.

 

Karies entsteht vor allem auf den Kauflächen der Backenzähne weil man mit der Zahnbürste oft nur schlecht die engen Furchen (in der Fachsprache „Fissuren“) erreicht. Dort bleibt also häufig Plaque übrig, deren Bakterien sich über den Zahnschmelz hermachen. Die Kauflächen sollte man also besonders gründlich putzen: am besten in der Kreisbewegung , damit die Borsten die engen Furchen reinigen können.

 

Vor allem bei Kindern und Jugendlichen wird mittlerweile oft eine sogenannte „Fissurenversiegelung“ durchgeführt. Dabei füllt der Zahnarzt die Furchen mit einem flüssigen Kunststoff, der mit einem Speziallicht sofort ausgehärtet wird. Dadurch sind die Kauflächen besser zugänglich und auch besser zu reinigen.

 

Grundsätzlich kann man sagen: Zähneputzen am besten sofort nach den Mahlzeiten und vor allem vor dem Schlafengehen, weil dann die Fluoride genug Zeit haben, die Schutzschicht auszubilden.

 

Noch ein Tipp: Nach dem Zähneputzen den Schaum ausspucken, aber nicht den Mund mit Wasser ausspülen, weil die Fluoride einige Zeit brauchen, bis sie in den Schmelz eingelagert werden.

 

Ein letzter Tipp:

 

Wichtig: Verringern Sie die Zahl der Zwischenmahlzeiten – vor allem die Zwischensnacks mit Zucker. Schädlich sind weniger die Hauptmahlzeiten; nach 20 Minuten sind die Säuren im Mund abgebaut, und die Zähne können sich wieder erholen. Isst man jedoch über den ganzen Nachmittag verteilt eine Tafel Schokolade, herrschen im Mund mehrere Stunden lang beste Kariesbedingungen.

 

Also: Wenn schon Süßes, dann alles auf einmal, nicht langsam über längere Zeit. Außerdem gibt es mittlerweile Süßigkeiten ohne Zucker, erkennbar am Zahnmännchen auf der Verpackung. Vorsicht auch bei einigen Babytees, die sich auf dem Markt befinden. Noch immer entstehen durch Dauernuckeln von gesüßten Tees Zahnschäden bei Babys.

 

Quelle: Quarks Script WDR Fernsehen