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cercon smart ceramics
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das CAM-gestützte Vollkeramiksystem

Indikationen:
Vollkeramische Restaurationen auf Basis von Yttriumoxid-stabilisiertem Zirkonoxid, die mit dem Cercon-System gefertigt werden, sind bislang für die folgenden Indikationen freigegeben:
• Einzelkronen
• 3-gliedrige Brücken
• 4-gliedrige Brücken
• Brücken mit max. 38 mm anatomische Länge
Präparationsempfehlungen:
Nicht geeignet: Tangentialpräparation und Stufenpräparation mit Anschrägung
Die Präparationsempfehlungen für Cercon-Restaurationen orientieren sich an den bekannten Empfehlungen für Vollkeramiksysteme. Entsprechend sind die Tangentialpräparation und die Präparation einer Stufe mit Anschrägung nicht geeignet für Zirkonoxidrestaurationen, da beide Präparationsformen zu dünn auslaufenden, frakturgefährdeten Rändern führen.
Empfehlenswert: Hohlkehle oder Stufe mit innen gerundeter Kante
Als Präparationsformen sind geeignet:
• ausgeprägte Hohlkehle (90°)
• Stufenpräparation mit innen gerundeter Kante
Zirkuläre Schnitttiefe 1,0 mm
Für das Finieren der Präparation ist der Einsatz von rotierenden Instrumenten mit einer mittleren Körnung von 30 µm zu empfehlen. Die Mindestwandstärke der Zirkongerüste beträgt 0,4 mm, der minimale zervikale Platzbedarf für die Verblendung beträgt 0,6 mm, sodass eine zirkuläre marginale Schnitttiefe von 1,0 mm anzustreben ist. Aufgrund der lichtoptischen Datenerfassung muss die Präparation einen ausreichenden Konuswinkel besitzen. Ein Konuswinkel von 2 x 3° ist ideal. Alle Übergänge von den axialen zu den okklusalen bzw. inzisalen Flächen sind zu runden. Andernfalls ist eine frästechnische Umsetzung der Gerüstform nicht möglich.
Seitenzahnrestaurationen:
Okklusaler Substanzabtrag: 1,5 mm
Für Restaurationen im Seitenzahnbereich muss okklusal eine minimale Schichtstärke der Verblendkeramik von 1,0 mm gewährleistet sein. Aufgrund der minimalen Gerüstwandstärke von 0,4 mm ist im Bereich der Okklusalflächen ein Substanzabtrag von 1,5 mm anzustreben. Der Konuswinkel der korrespondierenden axialen Flächen soll 3° bis 4° betragen. Die Übergänge zwischen den axialen Wänden und der okklusalen Fläche sind zu runden.
Festlegung der Einschubrichtung
Insbesondere bei Brückenkonstruktionen ist bei der Festlegung der Einschubrichtung darauf zu achten, dass alle korrespondierenden Stumpfflächen der Brückenpfeiler einen Konuswinkel von mindestens 6° aufweisen. Sehr steile Flanken erscheinen im Scanvorgang als Senkrechte, die von der Software nicht exakt abgebildet werden kann.
Vereinfachtes okklusales Relief
Das okklusale Relief soll eine vereinfachte Form der Kaufläche darstellen. Ein Öffnungswinkel der okklusalen Fläche von 120° bis 140° gewährleistet eine exakte Reproduktion der Restaurationsinnenflächen während des Fräsvorgangs.
Frontzahnrestaurationen:
Die Präparation für Frontzahnrestaurationen richtet sich nach den bereits erwähnten allgemeinen Präparationsregeln: Neben einer zirkulären Schnitttiefe von 1,0 mm an der Präparationsgrenze ist ein Konuswinkel der axialen Wände von 6° bis 8° sicherzustellen. Die Übergänge zwischen den axialen Flächen und den palatinalen sowie inzisalen Flächen sind zu runden (minimaler Radius 0,4 mm).
Breite der inzisalen Kante
Vor allem aus ästhetischen Gesichtspunkten soll der inzisale Abtrag 2,00 mm betragen. Die minimale Breite der inzisalen Kante in vestibulo-oraler Richtung muss 0,9 mm betragen, um eine exakte Reproduktion der internen Gerüstflächen durch die Fräseinheit zu gewährleisten.
Befestigung:
Vorbereitung
Die Befestigungsflächen der Cercon -Restaurationen sollen vor dem Einsetzen gestrahlt werden (Aluminiumoxid, 110 µm, 3-4 bar). Durch die Aufrauung der Oberfläche entsteht ein verbesserter Haftverbund bei der konventionellen und der adhäsiven Befestigung.
Konventionell oder adhäsiv?
Für die konventionelle Befestigung sind sowohl Zinkphosphat- als auch Glasionomerzemente geeignet. Eine spezielle Konditionierung der Stumpfoberfläche ist bei der konventionellen Zementierung nicht erforderlich. Nach den vorliegenden Untersuchungen sind konventionelle Dualzemente nicht für die adhäsive Befestigung geeignet. Im Laborversuch konnte mit diesen Produkten kein dauerhafter Verbund erreicht werden.
Für die adhäsive Befestigung von Cercon -Restaurationen können beim derzeitigen Kenntnisstand die Produkte Panavia 21 und Panavia F empfohlen werden.
Eine provisorische Befestigung von Cercon-Restaurationen ist mit jedem provisorischen Zement möglich (z.B. Temp Bond, Kerr GmbH, Karlsruhe). Ist eine spätere adhäsive Befestigung der Restauration geplant, empfiehlt sich die Verwendung eines eugenolfreien provisorischen Zementes.
Das Verfahren:
Zunächst wird die Krone oder das Brückengerüst aus Kunststoff modelliert, speziell für die optische Laser-Abtastung vorbereitet, in einem Trägerrahmen fixiert und gescannt. Anhand der gewonnen Daten wird das Objekt aus dem Rohling gefräst, die Krone bzw. das Gerüst grob ausgearbeitet und anschließend im Ofen über Nacht durchgesintert. Nach dem Sintervorgang wird unter Wasserkühlung nachgearbeitet und später mit einer speziellen Zirkonoxidkeramk (Cercon ceram) verblendet.
Ästhetik und Kompatibilität:
Mit der Hochleistungskeramik Zirkonoxid kommen wir den Wünschen und Bedürfnissen einer stetig wachsenden Zahl moderner Patienten, Zahnärzte und Zahntechniker entgegen. Denn neben seiner enormen Festigkeit entspricht Zirkonoxid ganz natürlich den höchsten Anforderungen hinsichtlich Ästhetik und Biokompatibilität. So ergänzen sich Gerüst Cercon base und Verblendkeramik cercon ceram zu einer nahezu zahnidentischen Einheit mit hervorragenden Eigenschaften, auch hinsichtlich Transluzenz und Lichtdynamik.
Festigkeit:
Zirkonoxid verfügt über faszinierende Qualitäten, die es bereits zur ersten Wahl in verschiedensten Anwendungsbereichen der Industrie, aber auch in der Medizin etwa als hochfeste Grundlage für künstliche Hüftgelenke haben werden lassen. Einem Riß beispielsweise setzt dieses Material durch mikrostrukturelle Umwandlung des Kristallgefüges automatisch einen starken Widerstand entgegen, so dass Cercon der Ausweitung eines Risses entgegenwirkt. Zudem besitzt Zirkonoxid als einzige von allen hochfesten Strukturkeramiken eine so hohe Festigkeit, dass die im Seitenzahnbereich auftretenden Kaukräfte von 800 bis 900 Newton zuverlässig ausgehalten werden.
Klinische Studien:
Seit April 1998 werden vollkeramische Kronen- und Brückenrestaurationen nach dem Cercon-Verfahren klinisch erprobt. Bereits in einer frühen Phase der Systementwicklung wurde an der Zahnklinik der Universität Zürich mir einer prospektiven klinischen Langzeitstudie begonnen.
So konnte bei der Markteinführung des Systems im Jahr 2002 bereits auf eine mehr als dreijährige Erfahrung zurückgegriffen werden:
Zwischenzeitlich wurden weitere Projekte zur Prüfung der klinischen Sicherheit von Cercon Restaurationen begonnen. Die nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die laufenden Projekte:
1. Prof. P. Schärer, Zürich:
Prospektive klinische Studie zu 3- bis 5-gliedrigen vollkeramischen Brücken im Seitenzahnbereich
Studienbeginn: April 1998
Anzahl der eingegliederten Restaurationen: 84
Ergebnisse: keine Gerüstfraktur nach 3 Jahren
2. Prof. A. Hüls, Göttingen:
Prospektive klinische Studie zu konventionell zementierten Cercon-Brücken im Seitenzahnbereich
Studienbeginn: September 2000
Anzahl der eingegliederten Restaurationen: 68
Ergebnisse: keine Gerüstfraktur und kein Retentionsverlust nach einem Jahr
3. Prof. C. Hämmerle, Zürich:
Prospektive, randomisierte Studie zum Vergleich von Voll- und metallkeramischen Seitenzahnbrücken
Studienbeginn: Mai 2002
Anzahl der eingegliederten Restaurationen: 12
4. Dr. S. Rinke, Hanau:
Anwendungsbeobachtung mit konventionell zementierten Cercon-Einzelkronen
Studienbeginn: Januar 2000
Anzahl der eingegliederten Restaurationen: 86
Ergebnisse: keine Gerüstfraktur und kein Retentionsverlust nach 2 Jahren
Zusammenfassend zeigt sich nach einer mehrjährigen klinischen Beobachtung von mehr als 200 Restaurationen, dass es in keinem Fall zu einer Gerüstfraktur bei Einzelkronen oder mehrgliedrigen Brücken gekommen ist. Insbesondere die Tatsache, dass 3- bis 5-gliedrige Brücken im Seitenzahnbereich im bisherigen Untersuchungszeitraum ohne Fraktur geblieben sind, dokumentiert die einzigartige Festigkeit des Werkstoffs Zirkonoxid und seine Eignung für die zahnärztliche Prothetik.
Eine ausführliche wissenschaftliche Studie (englisch) finden Sie hier:  
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen jederzeit telefonisch oder persönlich zur Verfügung.
Fallbeispiele:
3-gliedrige Seitenzahnbrücke Cercon:
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Ausgangssituation im
Mund |
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Situation nach
Beschleifen |
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Sägemodell mit Gegenbiss 45-47
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In Kunststoff modellierte
Brücke im Trägerrahmen |
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Modellation und
Rohling im Träger |
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Gefräster Rohling
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Modellation und gefräste Brücke im Rohzustand (30% größer) |
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Gesintertes Gerüst
von basal |
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Aufgepasstes Cercon Gerüst auf Sägemodell von buccal
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| Brücke in Situ |
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3-gliedrige Frontzahnbrücke und Einzelkronen Cercon:
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| Aufgepasste Brücke und Einzel-kronen auf dem Sägemodell |
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Brücke und Einzelkronen
von okklusal |
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Arbeit in Situ |
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